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„Was hat denn Kloster mit evangelisch zu tun?“, sagte meine Bekannte. „Kloster ist doch voll katholisch“, fügte sie noch hinzu. Doch damit liegt die Gute gewaltig daneben. Klar sind viele Klöster katholisch. Aber es gibt auch eine ganze Reihe evangelischer Kleinode. Ich erzählte ihr von meinen Erfahrungen in einem evangelischen Kloster:

Es liegt einige Jahre zurück, als ich zum ersten Mal in Selbitz war, in der Communität Christusbruderschaft Selbitz. Ich weiß es noch genau – es war von Freitag abend bis Dienstag mittag. Und heute weiß ich auch, dass diese Schweige-Tage so etwas wie ein Neuanfang in meinem Glaubensleben waren. Damals war mir das noch nicht so klar.

Denn erstmal war ich damit beschäftigt, mit dem Schweigen klar zu kommen und die Schriftbetrachtung „richtig“ zu machen. Dass es kein „falsch“ und „richtig“ gibt, darüber habe ich nicht nachgedacht. Nach dem ersten Tag im Schweigen wäre ich am liebsten nach Hause gefahren. Ich fand es nahezu unerträglich. Kein Austausch, keine Ablenkung durch Bücher oder Zeitung. Nur ich - und mein Herrgott.

Dann der zweite Tag. Ein Gespräch mit einer der Schwestern. Abgesehen davon: schweigen. Ich war viel draußen, joggen, spazieren. Am Abend dieses Tages hatte ich das Schweigen lieb gewonnen. Ich hatte meinen Rhythmus gefunden. Ich war Gott begegnet.

Als wir am Dienstag wieder reden durften, war ich verblüfft, wieviel Beziehung trotz schweigen entstanden war. Wir genossen es, das Mittagessen im Gespräch zu verbringen. Im Auto auf dem Weg nach Hause konnte ich weder Radio noch CD ertragen. Ich genoss die Stille. Es dauerte, bis ich wieder im Alltag ankam. Am liebsten hätte ich noch ein oder zwei Tage weiter geschwiegen.

Denn erstmal war ich damit beschäftigt, mit dem Schweigen klar zu kommen und die Schriftbetrachtung „richtig“ zu machen. Dass es kein „falsch“ und „richtig“ gibt, darüber habe ich nicht nachgedacht. Nach dem ersten Tag im Schweigen wäre ich am liebsten nach Hause gefahren. Ich fand es nahezu unerträglich. Kein Austausch, keine Ablenkung durch Bücher oder Zeitung. Nur ich - und mein Herrgott.

Dann der zweite Tag. Ein Gespräch mit einer der Schwestern. Abgesehen davon: schweigen. Ich war viel draußen, joggen, spazieren. Am Abend dieses Tages hatte ich das Schweigen lieb gewonnen. Ich hatte meinen Rhythmus gefunden. Ich war Gott begegnet.

Als wir am Dienstag wieder reden durften, war ich verblüfft, wieviel Beziehung trotz schweigen entstanden war. Wir genossen es, das Mittagessen im Gespräch zu verbringen. Im Auto auf dem Weg nach Hause konnte ich weder Radio noch CD ertragen. Ich genoss die Stille. Es dauerte, bis ich wieder im Alltag ankam. Am liebsten hätte ich noch ein oder zwei Tage weiter geschwiegen.

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