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Müsste ich mich selbst beschreiben, wäre das Wort „sportlich“ in jedem Fall dabei. Sport gehört zu meinem Leben, wie die Zeit mit der Familie und die Gespräche mit Freund*innen. Sport ist das, was mich bereichert und glücklich macht. „Sich-selbst-Spüren“ und den eigenen Körper herausfordern ist für mich Ausgleich und Erfüllung zugleich.

Sport ist für mich immer ein Hobby geblieben, obwohl ich bei Wettbewerben oder bei anderen Turnieren immer Erfolge erzielte. Und obwohl es mich gereizt hat, bin ich nie in den Leistungssport eingestiegen. Manchmal frage ich mich, ob das anders gewesen wäre, wenn ich als Junge aufgewachsen wäre. Jungs wachsen mit deutlich mehr männlichen Vorbildern im Bereich des Sports auf. Sie streben nach den Leistungen ihrer Idole oder haben sogar den Berufswunsch Profisportler.

Ich kann mich kaum an bekannte Frauen aus der Sportwelt meiner Kindheit und Jugend erinnern; Steffi Graf und Martina Navrátilová waren eine Ausnahme.

Mittlerweile hat sich Vieles weiterentwickelt: Frauen agieren selbstbewusster und unabhängiger. Und auch der Frauenfußball hat es ins deutsche Fernsehen geschafft. Dennoch mangelt es noch immer an der öffentlichen Wahrnehmung unserer Sport-Heldinnen.

Wo sind die Fans, die die Trikots ihrer weiblichen Fussball-Idole tragen?
Wo bleibt die längst überfällige Förderung des weiblichen Spitzensports in den Vereinen und Verbänden?
Wann gibt es eine angemessene Bezahlung von Sportlerinnen, die den Vergleich mit den Sportlern nicht scheuen muss?
Und wie steht es mit der Akzeptanz von Schiedsrichterinnen im Bundesligafußball?

Ich meine, da sind wir noch weit der gewünschten Gleichberechtigung hinterher!

Mich persönlich trägt bei dieser Beobachtung folgendes Zitat aus der Bibel: „Mein Leib und meine Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.“ (Psalm 84, 3)

Dieser Spruch beinhaltet für mich ein rundum Erfassendes Aktiv-, Kraftvoll-, und Lebendig-Sein mit einem Gott, der ebenso beweglich ist.  Ebenso wünsche ich mir eine Beweglichkeit und damit ein Abrücken von überholten Standards innerhalb der Gesellschaft, wenn es um die Anerkennung von sportlichen Leistungen von Mädchen und Frauen geht.
Bei Gott ist schon alles angekommen und gut! Im Sport wünsche ich mir das noch, vor allem für alle Frauen, Mädchen, Töchter und Enkelinnen, die da noch kommen mögen!

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